Puh vom Stormarner Land

Die Rasse

Der Sheltie - fast eine Miniaturausgabe des Colllies - stammt von den Shetlandinseln, wo der kleine Hütehund über viele Jahre als Gebrauchshund gezüchtet wurde. Sheltie ist die Kurzform von Shetland Sheepdog.

Der kleine Hund hatte für die Inseln mit den kurzen Sommern und langen Wintern, wo es keinen Überfluss gibt und der Pflanzenwuchs sehr karg ist, die idealen Maße. Auch die übrigen Tiere sind dort meist kleiner - man denke nur an die Shetlandponys und die Zwergschafe. Die Hunde hatten vor allem die Schafe von den Häusern und Feldern fernzuhalten. Oft wurden sie auch einige Tage allein mit einer Schafherde auf eine unbewohnte Insel gebracht, wo die Schafe das spärliche Gras und Moos an den Klippen weideten. Bei der Zucht achtete man kaum auf das Äußere, sondern vor allem auf die Eignung als Gebrauchshund. Der Ursprung der Rasse liegt im Dunkeln, sicher waren die verschiedensten Rassen daran beteiligt. Es dauerte lange, bis man auch außerhalb der abgelegenen Inselwelt auf die guten Eigenschaften und die Anmut dieser Hunde aufmerksam wurde. Erst ungefähr um 1910 fingen die Engländer an, sie zu importieren und eine gezielte Zucht auf einen einheitlichen Typ vorzunehmen. So ist der Sheltie mehrheitlich ein Familienhund geworden und gewinnt immer mehr Freunde. 

Shelties sind Hunde, die eng mit der Familie zusammenleben wollen. Zwingerleben ist für sie gleich Einzelhaft. Sie sind untereinander und mit anderen Tieren sehr verträglich, daher werden sie auch von den Züchtern meistens alle zusammen im Haus gehalten. Natürlich können die Hunde stundenweise draußen bleiben, von ihrer Widerstandsfähigkeit her gesehen kann man sie auch Tag und Nacht im Zwinger lassen, aber ein Sheltie mag das nicht. Bei seiner engen Bindung an die Familie würde er seelisch verkümmern. Seit es ihn gibt, hat er eng mit dem Menschen zusammengelebt und mit ihm zusammen sein täglich Brot verdient. Wer ihm keinen Platz zu seinen Füßen einräumen kann, sollte sich einen anderen Hund anschaffen.

Die Shelties sind lebhaft und aufmerksam, sie lieben lange, ausgedehnte Spaziergänge. Sie toben dann wie kleine elastische Fellbälle über Stock und Stein, lassen sich immer neue Späße einfallen. Wer einen Sheltie hat, kennt keine Langeweile; dabei sind sie zu Hause ruhig und angenehm, nicht hysterisch und keine Kläffer, wenn sie auch wachsam sind und entsprechend anschlagen. Sie eigenen sich auch hervorragend für ältere Leute, die sich noch gern bewegen. Da der Sheltie nicht rauft und nicht wildert, dazu sehr gelehrig und gehorsam ist, ist er immer ein angenehmer Begleiter. Hat er mit jemanden erst einmal Freundschaft geschlossen, ist er zärtlich und anschmiegsam.

Die Intelligenz und Lernfreude der Shelties ist geradezu sprichwörtlich. Viele werden im Agility oder anderen Hundesportarten für komplizierte Gehorsamkeitsprüfungen ausgebildet. Es ist ein unvergesslicher Anblick, wenn ein kleiner Sheltie seine Übungen mit lachendem Gesicht und voller Lebensfreude ausführt. Hat er seine Sache gut gemacht, springt er vor Freude in die Luft und lässt sich ausgiebig feiern. In jedem Sheltie steckt ein kleiner Clown. Das "lachende" Gesicht ist wörtlich zu nehmen, denn etliche Shelties können tatsächlich lachen. Wenn sie sich freuen, zeigen sie die Zähne, ziehen die Lefzen zurück und lachen. Wirklich!

Wer einmal das Herz eines Sheltie besessen hat, wird diesen entzückenden Begleiter nie mehr missen wollen.


FCI Standard Nr. 88

30.05.1989/D

Allgemeines Erscheinungsbild: kleiner langhaariger Arbeitshund von großer Schönheit, frei von Plumpheit und Grobheit. Umrisslinie symmetrisch, so dass kein Teil unproportioniert erscheint. Das üppige Haarkleid, die üppige Mähne und Halskrause und ein schön geformter Kopf mit einem lieblichen Ausdruck verbinden sich zum idealen Erscheinungsbild.

Charakteristika: wachsam, sanft, intelligent, kräftig und lebhaft.

Wesen: liebevoll und verständig gegenüber seinem Herrn, reserviert gegenüber Fremden, niemals nervös.

Kopf und Schädel: Kopf edel, von oben oder von der Seite gesehen wie ein langer stumpfer Keil, der sich von den Ohren zur Nase hin verjüngt. Die Breite des Schädels steht im richtigen Verhältnis zur Länge von Schädel und Fang. Das Ganze muss in Anbetracht der Größe des Hundes bewertet werden. Schädel flach, mäßig breit zwischen den Ohren, ohne dass das Hinterhauptbein herausragt. Wangen flach, glatt in den gut gerundeten Fang übergehend. Schädel und Fang gleich lang. Teilungspunkt ist der innere Augenwinkel. Oberlinie des Schädels verläuft parallel zur Oberlinie des Fangs mit leichtem, aber deutlich erkennbarem Stop. Nase, Lefzen und Lidränder schwarz. Der charakteristische Ausdruck ergibt sich durch die vollkommene Harmonie in der Verbindung von Schädel und Vorgesicht, durch die Form, Farbe und Platzierung der Augen und durch die richtig angesetzt und korrekt getragenen Ohren.

Fang / Gebiss: Kiefer ebenmäßig, glatt geschnitten, kräftig, mit gut entwickeltem Unterkiefer. Lippen fest geschlossen. Zähne gesund mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Ein vollständiger Satz von 42 richtig platzierten Zähnen ist höchst wünschenswert.

Augen: mittelgroß, schräg eingesetzt, mandelförmig. Dunkelbraun, außer bei den Merles, wo ein oder beide Augen blau oder blau gesprenkelt sein dürfen.

Ohren: klein und am Ansatz mäßig breit, auf dem Schädel ziemlich eng zusammenstehend. Im Ruhezustand werden sie zurückgelegt getragen; im aufmerksamen Zustand werden sie nach vorne gebracht und halbaufrecht mit nach vorne kippenden Spitzen getragen.

Hals: muskulös, gut gebogen, von ausreichender Länge, um eine stolze Kopfhaltung zu ermöglichen.

Vorhand: Schultern sehr gut zurückliegend. Am Widerrist nur durch die Wirbel getrennt, liegen die Schulterblätter dann schräg nach außen, um der gewünschten Wölbung der Rippen Platz zu bieten. Schultergelenke gut gewinkelt. Oberarm und Schulterblatt ungefähr gleich lang. Abstand vom Boden zu den Ellenbogen gleich dem Abstand von Ellenbogen zu Widerrist. Vorderläufe von vorne gesehen gerade, muskulös und ebenmäßig geformt, mit kräftigen Knochen. Vordermittelfuß kräftig und geschmeidig.

Körper: geringfügig länger vom Schultergelenk zu den Sitzbeinhöckern als die Widerristhöhe. Brust tief, bis zu den Ellenbogen herabreichend. Rippen gut gewölbt, in der unteren Hälfte schmal zusammenlaufend, um den Vorderläufen und den Schultern eine freie Bewegung zu ermöglichen. Rücken gerade, mit einer anmutigen Rundung über der Lendenpartie, Kruppe allmählich nach hinten abfallend.

Hinterhand: Schenkel breit und muskulös. Schenkelknochen im rechten Winkel im Becken eingesetzt. Kniegelenk mit deutlicher Winkelung. Sprunggelenke gut geformt und gewinkelt, tiefstehend, mit kräftigen Knochen. Hintermittelfuß von hinten gesehen gerade.

Pfoten: oval, mit gut gepolsterten Sohlen, Zehen gewölbt und geschlossen.

Rute: tief angesetzt. Die zur Spitze hin dünner werdenden Wirbelknochen reichen bis zu den Sprunggelenken, reichlich mit Haar bedeckt und mit einem leichten Aufwärtsschwung. Sie darf in der Bewegung leicht erhoben werden, aber niemals über die Rückenlinie hinaus. Auf keinen Fall geknickt.

Gangart / Bewegung: geschmeidig, fließend und anmlutig, mit Schub aus der Hinterhand, dabei größtmögliche Distanz bei geringster Anstrengung zurücklegend. Passgang, kreuzende oder wiegende Gangart oder steife, stelzende Auf- und Abwärtsbewegung sind höchst unerwünscht.

Harkleid: doppelt, das äußere Deckhaar besteht aus langem harten und geradem Haar. Unterwolle weich, kurz und dicht. Mähne und Halskrause sehr üppig. Vorderläufe gut befedert. Hinterläufe oberhalb der Sprunggelenke stark, unterhalb ziemlich kurz/glatt behaart. Das Gesicht kurz-/glatthaarig, kurzhaarige Exemplare sind höchst unerwünscht.

Farbe:

Zobelfarben: Reinfarben oder in Schattierungen von hellem Gold bis zum satten Mahagoni, wobei die Schattierung kräftig getönt sein soll. Wolfsfarbe und Grau sind unerwünscht.

Tricolour: Tiefschwarz am Körper, vorzugsweise mit satten lohfarbenen Abzeichen.

Blue-Merle: klares silbriges Blau mit schwarzer Sprenkelung und Marmorierung. Satte lohfarbene Abzeichen werden bevorzugt, ihr Fehlen wird nicht bestraft. Große schwarze Flecken, schiefergrauer oder rostfarbener Anflug sowohl im Deckhaar wie auch in der Unterwolle sind höchst unerwünscht. Der Gesamteindruck muss von Blau geprägt sein.

Schwarz-weiß und Schwarz mit Loh sind ebenfalls anerkannte Farben. Weiße Abzeichen dürfen (außer bei Schwarz mit Loh) als Blesse, am Halskragen, an der Brust, an der Halskrause, an den Läufen und an der Spitze der Rute vorhanden sein. Das Vorhandensein all dieser oder einiger dieser weißen Abzeichen soll bevorzugt werden (außer bei Schwarz mit Loh); das Fehlen dieser Abzeichen soll nicht bestraft werden. Weiße Flecken am Körper sind höchst unerwünscht.

Größe: Ideale Widerristhöhe Rüden:         37   cm
                                        Hündinnen:   35,5 cm

Eine Abweichung um mehr als 2,5 cm über oder unter diese Maße ist höchst unerwünscht.

Fehler: Jede Abweichung von den genannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

 

 

Geliebt und unvergessen

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© Erika Heintz 2016